Archiv für die Kategorie ‘Schwer verständlich

Meerhofsee und Itchycoo park -Der Wiedehopf – Humpty Dumpty-Bleierne Schere – Wenn der Moorhund bellt – Dünstende Leiber – Präriehund II – Wind (Vanitas Wurmiensis) – Der Eisbär und der Präriehund – Unterpfand und Dosenpfand – Mißlungener Scherz – Abgründe des Vogelschreis – Die Natur – Schwer verständlich

Meerhofsee und Itchycoo park

Over bridge of sighs,
To rest my eyes in shades of green
Under dreaming spires
To itchycoo park, that’s where I’ve been

I feel inclined to blow my mind,
Get hung up, feed the ducks with a bun

Die Augen in grünen Schatten ausruhen, wie das die „Small Faces“ 1967 in Itchycoo park taten, kann man auch am Meerhofsee in Alzenau. Eine Ente, die man mit einem Brötchen füttern kann, ist allerdings heute und auch sonst selten anzutreffen.

Meerhofsee

Meerhofsee mit grünen Schatten

Der Wiedehopf
Dem Wiedehopf im Frühlingsschwang
Entfährt ein Wind im Flieder
Dem Weibchen wird ganz angst und bang
Es wackelt das Gefieder
 –
„Du Wiedehopf im Dickicht dort
Kannst Du Dich nicht beherrschen
Gleich flieg ich auf und bin dann fort
Es kichern dann die Kerschen“
Das Kichern
 –
Die Kirschen kichern leis und sanft
Der Wiedehopf entfleucht
Humor bis in die Fluren dampft
 Die Augen werden feucht
Der Bussard fährt zur Erde hin
Und hält sich fest den Bauch
Dem Uhu fehlt dafür der Sinn
Sein Kleinhirn steht im Rauch
Wiedehopf

Wiedehopf – Wind nicht sichtbar

Alice hinter den Spiegeln

Wer endlich einmal ein Ei sein möchte, dem sei das Buch empfohlen. Humpty Dumpty ist eine Figur aus einem englischen Kinderreim und spielt in dem Buch von Lewis Carroll eine wichtige Rolle. Als menschenähnliches Ei tritt er als stark surrele Person auf. Eine rundliche kleine Person wird auch gelegentlich als Humpty Dumpty bezeichnet. Wer also eben diese Körpereigenschaft hat, der sollte Carrolls Buch lesen. Wer seinem korpulenten kleinwüchsigen Gegenüber eines auswischen will, der zitiere aus Lewis Carroll:

„Humpty Dumpty auf der Mauer saß
Humpty Dumpty stürzt hinab ins Gras.
Kein Pferd des Königs, kein Feldmarschall
Brachte Humpty Dumpty wieder auf seinen
Platz nach dem Fall“
Originell in jedem Fall.

Humpty

Humpty Dumpty und Alice


Bleierne Schere

Des Daseins bleierne Schere

Befällt den Helden tonnenschwer

Rings um ihn herum nur Leere

Der Sinn er sieht ihn gar nicht mehr

Des Lebens hoffnungsfrohes Bäumen

Das stets das Positive findet

Wird abgelöst durch inhaltsloses Säumen

Wo Abgrund alle Träume bindet

Wo einst das Glück ist jetzt der Abschied

Wo Blütenpracht im Frühling strebte

Da bleibt nun ungesungen jedes Lied

Und keine Zehe jemals bebte

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Wenn der Moorhund bellt

Dem Helden ist der Saft entschwunden

Die Grippe hat ihn lahm gelegt

Das Spiel der Därme arg gewunden

Die Hoffnung nicht mehr sehr bewegt

Der Molch des Scheiterns wohnt ihm inne

Die Wühlmaus des Vergeblichen

Es ist kein Mumm mehr in der Birne

Der Endsieg gar des Schädlichen

Der Tod schon an die Pforte pocht

Das Leben gar nicht mehr gefällt

Erloschen ist der Daseinsdocht

Wenn draußen schrill der Moorhund bellt

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Dünstende Leiber

In dem Tiefenpaß des Khyber

Stinken dünstend viele Leiber

Karsai und die Taliban

Haben sich was angetan

Liebe ist nicht hier nicht dort

Schreckensqual muss man erleiden

Klopfen an der Hölle Pfort‘

Grausen Tod kann man nicht meiden

Deutschlands Kanzler und der Fischer

Waren auch schon manchmal frischer

Liebten einst das Leben gar

Bis der Tod den Sieg gebar

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Der Präriehund II

Der Präriehund zu später Stunde

Labt sich am kühlen Grunde

„‚Im Wald und auf der Heide‘

Erzeugt bei mir keine Freude

Die Prärie ist weit und öde

Der Eisbär reichlich blöde

Der Knallfrosch in seinem Fell

Tönt schräg und reichlich grell“

Der Eisbär trollt sich von dannen

„Der Präriehund ist reichlich befangen

Die Hitze in der kargen Prärie

Wirkt ätzend in jedem Knie“

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Wind (Vanitas Wurmiensis)

Der Wind pfeift durch die Auen

Die Haare steh’n zu Berge

Es krähen schräg die Pfauen

Und ächzen laut die Särge

Gevatter hört’s im Grabe

Dort hat er sich verschluckt

Um ihn tanzt keck der Rabe

Der Wurm verdattert guckt

Verstört regt sich die Made

Als pfeifet wild der Wind

„Ach Gott wie ist es schade

Dass wir vergänglich sind“

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Der Eisbär und der Präriehund

Der Eisbär durchzieht die Prärie

Er hat einen Knackfrosch am Knie

Wenn in der Prärie dann es knallt

Dann kommt der Eisbär alsbald

Der Präriehund furchtbar erschreckt

Der Eisbär hat ihn geweckt

Denn immer zu dieser Stunde

Träumt er vom kühlen Grunde

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Einigkeit und Recht und Freiheit
Unterpfand und Dosenpfand

Und des Glückes Unterpfand

Liegt ganz schlicht im Dosenpfand

Denn am rechten Rand der Dose

Sitzt der Freiheit schönste Rose

Einig sind in Dosen drinnen

Viele freiheitsrechte Spinnen

„Nur im Inneren von Dosen

Kann man seinesgleichen kosen“

Pfand in Dosen und im Freien

Kann die Einigkeit erfreuen

Denn die Freiheit ist im Recht

Wenn das Dosenpfand sie blecht

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C. Schauer Nach Facebook-Entgleisung – Grünen-Politiker will nicht

mehr in den Gemeinderat
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Der Grünen-Politiker Gerald Will hat sich in Richtung der Anwohnerin, die

sich gegen die Kerb stellt, folgendermaßen geäußert: »Die Anwohnerin

enteignen und zwangsdeportieren. Hier geht es um das

Gemeinwohl. Keine Rücksicht auf Einzelschicksale … .« Dass es sich

bei dieser Aussage um einen mißlungenen

Scherz handelt, dürfte jedem klar sein,

der weiß, dass Zwangsdeportation natürlich kein legales und

mögliches Mittel in einer Demokratie ist. Insofern

hat der Initiator möglicherweise zu tief

ins Glas geguckt und die Solidität des

Denkens über Bord geworfen.

Dass daraus gleich ein Mandatsverzicht

erfolgt, ist jedoch reichlich übertrieben.

geschrieben: 09.03.2014 13:13 Main-Echo-online
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Abgründe des Vogelschreis

Im Frühling tönt der Vogelschrei

Im Magen wird verdaut der Brei

Und ist der Brei dann viel zu sauer

Dann liegt der Durchfall auf der Lauer

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Die Natur

Es fließt der Rhein bei Bingen

Wer tat ihn dazu zwingen

Es war schlicht die Natur

Sie tat’s aus Freude pur

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Wenig Lust wo Sinn

Der Lehrer lehrt mit wenig Lust

Vor ihm liegt trüb des Herbstes Frust

Er langt sich heftig ans Furunkel*

und pfeift ein Lied von Art Garfunkel

The sounds of silence fällt ihm ein

Es wird ihm bang es macht ihm Pein

Dass alles Sein vergänglich ist

Ist Leben schlicht nicht einfach Mist

Hecht Ernst im dunklen Wasser döst

Wo ist der Karpfen der erlöst

Des Magens arges Grummen

Gibt es denn keinen Dummen

Wo ist die unbedarfte Schleie

Die nicht erkennt dass viele Haie

Sich tummeln auf des Flusses Grund

Die sind für Schleien nicht gesund

*Es ist ja wirklich reichlich dunkel

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Veröffentlicht 2. November 2010 von schauerchristian in Schwer verständlich