Archiv für die Kategorie ‘Gedichte

Jungfrau Rosenstrauß – Schnack unernst -Die Loreley – Knäcksest – Die Sülzen- Hirsch Knut – Gefühlestiefe – Laue Luft des Südens – Haiti – Der Herbst – Hatschie – Dachschaden – Frühlingstag – Fletschender Wolf – Der Taubenvergifter – Sibyllinisch – Der List Kretschmann – Weinglas zerbrochen – Wie ein Blümchen – Der Kinnhaken – Wang Lun – Herbstgedicht – Tiefer Frost – Blütenträume – Helmut aus Langen – Ernst der Schakal

Rosenstrauch (6)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Die Regengüsse

aus „Die Flaschenpost“ – Ein Gedichtbuch (1936 erschienen)

von Anton Schnack

kursiv: Ergänzungen von mir

.

Es strich kein Wind, verschlafen war der Fluß,

Die Landschaft war von den Gewittern warm,

Es tanzte Mückenschwarm,

Ich lag im Grase, nackt an Fuß und Arm:

Es regte sich ganz leicht der Darm

Da kam der laue Regenguß

Es kollerte ins Hügelgras die welke Nuß,

Oh weh schon wieder ein Verdruß

Ich klopfte sie aus ihrem Schalenstein,

Die Vogelschar schrie im Oktoberhain,

Oh quiekte besser doch ein Schwein

In breiter Kufe schwankte bergabwärts der Wein:

Da fiel mit schrägem Streif der Regenguß.

Und machte naß mir Arm und Fuß

Im Bauernwalde rollte dumpf der Schuß,

Er war so laut gar kein Genuß

Dann wuchs die Stille wieder atemlos ins Land,

Ich war ein Parzival, verbrannt

Die Muse küsste lechzend mir die Hand

Ich war voll Staub und windgewehtem Sand:

Er flog daher vom Nordsee-Meeresstrand

Es labte mich der blaue Regenguß.

Die süße Julinacht versank im Mädchenkuß,

Wir lagen beide schmachtend an dem Fluß

Es roch das Haar nach Klee und Blumenheu,

Die Liebe heftig und nicht neu

Die Elfe kuschelte sich scheu

Und liebte mich verschämt und kindertreu:

Uns störte nicht der Regenguß

O Trauerstunde, schwarz vor Herzverdruß!

Mich traf ein arger Hexenschuß

Ich war verquält, ich war allein,

Ich war wie Stein,

So darf das Leben niemals sein!

Ich hatte weder Weib noch den geliebten Wein:

Ich träumt‘ von ihm von Würzburgs Stein

Da kam ans Fenster zärtlich Regenguß

Wie schön der Schlafgenuß:

Im Geiste bade ich im lauen Fluß!

Novemberschwermut hängt ums Haus,

Es raschelt durch die Stille keine Maus,

Es hält zurück sich auch die Laus,

Das Feuer ging im Kachelofen aus,

Es war so schön es war kein Graus

Vom Dache rauscht der Regenguß

Das Lied ist aus es ist nun Schluß

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Die Loreley

Es sprach die Frau aus Rüdesheim

„Mein Gott wie bin ich alleine

Heut‘ abend kommt mein Rüde heim

Dann les‘ ich meinen Heine“

Es lebte einst in Bacherach

Am wunderschönen Rheine

Ein Rabbi namens „Ach und Krach“

Ich schwör‘ es Bein bei Beine

Und weiter dort am Felsen

Da schwebte ganz unbekleidet

Zwischen Forellen und Welsen

Die Jungfrau von Schiffern beneidet

Sie sang mit wahrem Gefühle

Das Liede vom großen Entsagen

Den Schiffern wurde ganz schwüle

Ein Klarer musste zum Magen

Als hörte das der Rüde

Da fing er an zu winseln

Die Frau sie wurde müde

Und fing gleich an zu blinzeln

So schliefen sie alle beide

Die Frau nun und der Hund

Die Jungfrau mit ihrem Geschmeide

War beiden nun zu bunt

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Knäcksest

Erst kommt der Knacks danach der Knäckser

Erst wars ’ne fünf danach ein Sechser

Erst kommt die Migräne zur Tür herein gekrochen

Dann hat die Hyäne Den Braten gerochen

Erst kommt das Weh Danach das Ach

Danach erhängt das Reh Sich auf dem Dach

Erst erschießt sich der Hund auf der Markt-Toilette

Dann ersticht der Jung

Die frittierte Krokette

Erst wird der Igel tödlich verletzt

Danach der Maulwurf vom Auto zerquetscht

Dann bricht der Sinn jäh entzwei

Der Autor geflohen – au wei

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Die Sülzen

Im Sülzbach schwimmen Sülzen

Sie schwimmen im Sülzbach nur

Sie schwimmen nicht in Uelzen

Im Sülzbach drinnen – stur!

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Hirsch Knut

Das Rebhuhn namens Adelheid

War ziemlich dick und nicht gescheit

Als sah es vor sich Eve das Reh

Da flüchtet stiebend es im Schnee

Es flieht zum Hirschen Knut

„Hirsch Knut bei Dir ist’s gut

Du hast ein riesiges Geweih

Du bist das Gelbe schlicht vom Ei!“

Hirsch Knut entgegnet flapsig

„Du bist ja reichlich tapsig!

Ein wirres Rebhuhn Heide Du

Ich halte fest Dich hier im Nu!“

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Gefühlestiefe

Die Süße sagt ihm ganz adrett

“Du bist bemüht – es ist ganz nett!

Doch leider in Gefühlestiefe

Weiß ich nicht wirklich, ob ich triefe

Du duftest sehr nach Camembert

Das ist zu streng – nichts fürs Bett

Du bist ein Tango-Macho ach

Ich leg’ mich hin – an einen Bach!

Und lasse da Gefühle fließen

Der Bach ist kalt

Gleich muß ich nießen

Bin eine prustende Gestalt!”

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Laue Luft des Südens

Die laue Luft des Südens

streichelt sanft die Nüstern

Ein Zustand des Ermüdens

leicht berauscht nicht nüchtern

Umstreichelt holde Wangen

die säuselnd leicht erröten

Dann aber ganz befangen

Befreien sich von Nöten!

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Arm dran (Erdbeben)

Wer jetzt lebt in Haiti

Der ist arm dran

Keine blühenden Graffiti

Nur schaler Lebertran

Verwandte ins Grab gesunken

Der Nachbar amputiert

Das Glück hat abgewunken

Ein totes Auge stiert

In die Leere der Nacht

Wo melancholische Geier

Halten die Wacht

Vor dem kastrierten Freier

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Der Herbst

Der Herbst kommt angekrochen

Ein angeschwemmter Rochen

Wie eine Droh- Muräne

Die ich vergessen wähne

Des Lebens Altersgrau

Ersetzt die wilde Sau

Die jugendlich behände

Den Tod weit hinten wähnte

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Hatschie

Es sprach die Frau aus Wächtersbach

“Der Frühling macht mich wirklich schwach!”

Drauf meint die Frau aus Bruchköbel

“In der Nase juchzt mein Pöbel!

Die Pollen machen mich rasend

Der Wettergott hat doch strafend

Die Hitze in Wallung gebracht

Jetzt platze ich – gute Nacht!”

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Dachschaden

Es kleckern die Worte

Am rauschenden Bach

Sie bilden die Pforte

Zum Schaden am Dach

Die Birne wird blechern

Es gluckert der Sinn

Und weiter zu bechern

Das ist tatsächlich drin

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Frühlingstag

Verweile ach Du bist so schön

Du Prachtkind eines Schafs der Rhön

Mephisto hat sich ganz verzogen

Hold lacht der Main am Lengfeld –Bogen

Azurne Wolken amseln sacht

Die Dohlen halten droben Wacht

Der Adler fliegt in großer Höhe

Darunter tanzen surrend Flöhe

Das Fohlen äpfelt sanft im Wald

Die Stare machen Radler kalt

Sie haben Hitchcock ferngesehen

Und lassen ihren Zorn jetzt gehen

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Fletschender Wolf

Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos

Tragen den fletschenden Wolf im Herzen

Sie setzen den tödlichen Stoß

Der Türke verendet in Schmerzen

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Der Taubenvergifter

Wer vergiftet gerne Tauben

Lässt sich ehrlich beurlauben

Als Vogel-Freund

Er lieber streunt

Durch die Parks

Liest dazu Marx

„Aus den Gewehrläufen

Kommt die Gewalt

Gehen wir Fische ersäufen!

Dazu Rehe abgeknallt!“

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Sibyllinisch – Das Leben nach dem Tode  

Wenn man glaubt, dass es eines gibt, gibt es eines

Wenn man nicht daran glaubt, gibt es keines

Es sei denn, Gott widerlegt den Unglauben

Kann er sich das wirklich erlauben?

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Der List Kretschmann

Der grüne Bohnen verschenkt

Der sich vor Lachen verrenkt

Wenn Ökolüfte entweichen

Vor rauschenden deutschen Eichen

Und dann milde spricht

“So war mir Gott helfe

Der Bohnenduft riecht

Wie zehn donnernde Elche!”

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Weinglas zerbrochen

In den Tiefen der Arenen

Schießt der Stajner flink ins Tor

Durch das Pfeifen der Sirenen

Hält der Carlos zu sein Ohr

In den Wäldern der Savannen

Jagd das Gnu den Marabu

Kann es ihn denn fangen?

Eine Antwort findest Du

In der Kälte der Antarktis

Wo der Eisbär einsam brüllt

In dem Daseinsschrei des Iltis

Wo das Tierchen unverhüllt

Trägt sein kurzes Sein zu Grabe

Schreckerfüllt verhallt sein Schrei

Und in Würzburg beim Gelage

Bricht ein Weinglas just entzwei

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Wie ein Blümchen

Helmuts Pfälzer Magen

kann der Afro nicht vertragen

Vor ihm dampft das Lomé-Huhn

Sagt zur Freundin:” Honeymoon

In dem kalten deutschen Land

Bin ich reichlich abgebrannt

Nur gelegentlich ein Hühnchen

Macht mich happy wie ein Blümchen!”

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Der Kinnhaken*

Matt hechelt der Pfeffer

Die Wirtschaft nicht besser

Kein Geld in der Truhe

Nur Löcher im Schuhe

Das Furunkel am Hintern

Keine Creme kann es lindern

Der Knollen auf der Nase

An der Sohle die Blase

Hühnerauge am Zehen

Das kann so nicht gehen

Trüb die Wallstreet

Garstig das Lied

Zerstoben der Sinn!

Der Haken am Kinn *

Freie Übersetzung eines Songtextes von Keith Reid

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Pfälzer Saumagen (Teil drei)

Wang Lun liebt die Pekingente

Bis an sein Konfuzius Ende

Helmuts Magen aus der Pfalz

Hängt mir völlig raus zum Hals

Kann der Magen eines Schweins

Grund sein eines schönen Seins?

Kann nicht einzig eine Ente

Kulinarisch sprechen Bände?“

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Herbstlied

Es kichern schon die Maden

Der Sommer fährt dahin

Es trauern die Tomaten

Im Staub unterm Kamin

Es stöhnt der Goldfisch Bruno

„Wie ist das Wasser kalt

Ach wäre es doch Juno

Dann wär’ ich wen’ger alt“

Es fluchet leis’ der Hase

Im Winkel unterm Dach

„Das Wetter hat ‚ne Nase

Und Gott ist nicht vom Fach“

Es jammert ach der Igel

„Den Herbst den mag ich nicht

Dort drunten unterm Hügel

Liegt sterbend meine Nicht’“

Das höret Nilpferd Berta

Als es im Fluß versinkt

„Denk ich an dieses Wetter

Dann fühl’ ich mich  gelinkt“

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Tiefer Frost

Der tiefe Frost durchzieht das Land

Das einst im Sommer wie gebannt

Von vielen Sonnentagen träumte

Obwohl der Sommer das versäumte

Nun friert das Ding fast in der Hose

Der Zapfen bricht vom Dach und lose

Schlägt er auf Carlos‘ plattes Hirn

Es autscht gar sehr es beult die Birn‘

Und im Gemünden friert der Fluss

Man kann ihn queren – aus einem Guss

Verhüllt die Eisesdecke schon sein Bett

Der Hans darauf rutscht einfach weg

Die Nase platt das Jochbein schmerzt

„Schnaps her ein Glas und das beherzt

Es glänzt im Winter nur der Schein

Man bleibt zuhaus‘ – hier kannst Du sein!“

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Blütenträume

Trink noch einen vor dem Hades

Lass das Fass rein rollen

Auf dass eines Tages

Blüh ’n die Blütenpollen

Kühner Duft durchfährt den Äther

Blütenträume wie im Mai

Ziegen heißen Hans und Peter

Juchzen will der Hoffnungshai

Keiler Horst hat einen sitzen

Dackel Schröder bellt entzückt

Geisteskräfte ständig blitzen

Und der Carlos spielt verrückt

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Helmut aus Langen

Es sagt die Frau aus Wächtersbach

„Um acht legt mich mein Alter flach“

Drauf spricht die Frau aus Bruchköbel

„Um acht frisst meiner Knödel“

Dann meint die Frau aus Frankfurt

„Mein Alter der heißt Kurt

Er ist schon gänzlich impotent

Ab acht er auf dem Sofa pennt“

Und gar die Frau aus Langen

Die sagt ganz unbefangen

„Mein Alter heißt Helmut

Um acht Uhr kocht sein Blut

Um neun Uhr wird er wild

Das passt bei ihm ins Bild

Und dann zum Schluss um zehne

Da lässt er mich allene“

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Ernst der Schakal

Der Dackel wankt durch die Savanne

Er hat einen Schwips in der Pfanne

Es begegnet ihm Ernst der Schakal

Da wird er vor Schreck schlicht aschfahl

Du Ernst willst mich erschrecken

Deine Zähne ganz fürchterlich blecken

Du bewirkst ein sausendes Muffen

Ich denke ich werde verpuffen“

Der Schakal packt ihn am Kragen

Du solltest jetzt endlich verzagen

Ich verspeis’ Dich mit Haut und Haar

Du wirst sein ein Nichts ganz und gar“

Doch Löwe Paul hat es gerochen

Er schnappt den Schakal unbestochen

Der Dackel kann letztlich entfliehen

Er darf  jetzt aus Dank niederknien

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Veröffentlicht 30. Juni 2011 von schauerchristian in Gedichte

Meerhofsee und Itchycoo park -Der Wiedehopf – Humpty Dumpty-Bleierne Schere – Wenn der Moorhund bellt – Dünstende Leiber – Präriehund II – Wind (Vanitas Wurmiensis) – Der Eisbär und der Präriehund – Unterpfand und Dosenpfand – Mißlungener Scherz – Abgründe des Vogelschreis – Die Natur – Schwer verständlich

Meerhofsee und Itchycoo park

Over bridge of sighs,
To rest my eyes in shades of green
Under dreaming spires
To itchycoo park, that’s where I’ve been

I feel inclined to blow my mind,
Get hung up, feed the ducks with a bun

Die Augen in grünen Schatten ausruhen, wie das die „Small Faces“ 1967 in Itchycoo park taten, kann man auch am Meerhofsee in Alzenau. Eine Ente, die man mit einem Brötchen füttern kann, ist allerdings heute und auch sonst selten anzutreffen.

Meerhofsee

Meerhofsee mit grünen Schatten

Der Wiedehopf
Dem Wiedehopf im Frühlingsschwang
Entfährt ein Wind im Flieder
Dem Weibchen wird ganz angst und bang
Es wackelt das Gefieder
 –
„Du Wiedehopf im Dickicht dort
Kannst Du Dich nicht beherrschen
Gleich flieg ich auf und bin dann fort
Es kichern dann die Kerschen“
Das Kichern
 –
Die Kirschen kichern leis und sanft
Der Wiedehopf entfleucht
Humor bis in die Fluren dampft
 Die Augen werden feucht
Der Bussard fährt zur Erde hin
Und hält sich fest den Bauch
Dem Uhu fehlt dafür der Sinn
Sein Kleinhirn steht im Rauch
Wiedehopf

Wiedehopf – Wind nicht sichtbar

Alice hinter den Spiegeln

Wer endlich einmal ein Ei sein möchte, dem sei das Buch empfohlen. Humpty Dumpty ist eine Figur aus einem englischen Kinderreim und spielt in dem Buch von Lewis Carroll eine wichtige Rolle. Als menschenähnliches Ei tritt er als stark surrele Person auf. Eine rundliche kleine Person wird auch gelegentlich als Humpty Dumpty bezeichnet. Wer also eben diese Körpereigenschaft hat, der sollte Carrolls Buch lesen. Wer seinem korpulenten kleinwüchsigen Gegenüber eines auswischen will, der zitiere aus Lewis Carroll:

„Humpty Dumpty auf der Mauer saß
Humpty Dumpty stürzt hinab ins Gras.
Kein Pferd des Königs, kein Feldmarschall
Brachte Humpty Dumpty wieder auf seinen
Platz nach dem Fall“
Originell in jedem Fall.

Humpty

Humpty Dumpty und Alice


Bleierne Schere

Des Daseins bleierne Schere

Befällt den Helden tonnenschwer

Rings um ihn herum nur Leere

Der Sinn er sieht ihn gar nicht mehr

Des Lebens hoffnungsfrohes Bäumen

Das stets das Positive findet

Wird abgelöst durch inhaltsloses Säumen

Wo Abgrund alle Träume bindet

Wo einst das Glück ist jetzt der Abschied

Wo Blütenpracht im Frühling strebte

Da bleibt nun ungesungen jedes Lied

Und keine Zehe jemals bebte

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Wenn der Moorhund bellt

Dem Helden ist der Saft entschwunden

Die Grippe hat ihn lahm gelegt

Das Spiel der Därme arg gewunden

Die Hoffnung nicht mehr sehr bewegt

Der Molch des Scheiterns wohnt ihm inne

Die Wühlmaus des Vergeblichen

Es ist kein Mumm mehr in der Birne

Der Endsieg gar des Schädlichen

Der Tod schon an die Pforte pocht

Das Leben gar nicht mehr gefällt

Erloschen ist der Daseinsdocht

Wenn draußen schrill der Moorhund bellt

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Dünstende Leiber

In dem Tiefenpaß des Khyber

Stinken dünstend viele Leiber

Karsai und die Taliban

Haben sich was angetan

Liebe ist nicht hier nicht dort

Schreckensqual muss man erleiden

Klopfen an der Hölle Pfort‘

Grausen Tod kann man nicht meiden

Deutschlands Kanzler und der Fischer

Waren auch schon manchmal frischer

Liebten einst das Leben gar

Bis der Tod den Sieg gebar

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Der Präriehund II

Der Präriehund zu später Stunde

Labt sich am kühlen Grunde

„‚Im Wald und auf der Heide‘

Erzeugt bei mir keine Freude

Die Prärie ist weit und öde

Der Eisbär reichlich blöde

Der Knallfrosch in seinem Fell

Tönt schräg und reichlich grell“

Der Eisbär trollt sich von dannen

„Der Präriehund ist reichlich befangen

Die Hitze in der kargen Prärie

Wirkt ätzend in jedem Knie“

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Wind (Vanitas Wurmiensis)

Der Wind pfeift durch die Auen

Die Haare steh’n zu Berge

Es krähen schräg die Pfauen

Und ächzen laut die Särge

Gevatter hört’s im Grabe

Dort hat er sich verschluckt

Um ihn tanzt keck der Rabe

Der Wurm verdattert guckt

Verstört regt sich die Made

Als pfeifet wild der Wind

„Ach Gott wie ist es schade

Dass wir vergänglich sind“

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Der Eisbär und der Präriehund

Der Eisbär durchzieht die Prärie

Er hat einen Knackfrosch am Knie

Wenn in der Prärie dann es knallt

Dann kommt der Eisbär alsbald

Der Präriehund furchtbar erschreckt

Der Eisbär hat ihn geweckt

Denn immer zu dieser Stunde

Träumt er vom kühlen Grunde

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Einigkeit und Recht und Freiheit
Unterpfand und Dosenpfand

Und des Glückes Unterpfand

Liegt ganz schlicht im Dosenpfand

Denn am rechten Rand der Dose

Sitzt der Freiheit schönste Rose

Einig sind in Dosen drinnen

Viele freiheitsrechte Spinnen

„Nur im Inneren von Dosen

Kann man seinesgleichen kosen“

Pfand in Dosen und im Freien

Kann die Einigkeit erfreuen

Denn die Freiheit ist im Recht

Wenn das Dosenpfand sie blecht

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C. Schauer Nach Facebook-Entgleisung – Grünen-Politiker will nicht

mehr in den Gemeinderat
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Der Grünen-Politiker Gerald Will hat sich in Richtung der Anwohnerin, die

sich gegen die Kerb stellt, folgendermaßen geäußert: »Die Anwohnerin

enteignen und zwangsdeportieren. Hier geht es um das

Gemeinwohl. Keine Rücksicht auf Einzelschicksale … .« Dass es sich

bei dieser Aussage um einen mißlungenen

Scherz handelt, dürfte jedem klar sein,

der weiß, dass Zwangsdeportation natürlich kein legales und

mögliches Mittel in einer Demokratie ist. Insofern

hat der Initiator möglicherweise zu tief

ins Glas geguckt und die Solidität des

Denkens über Bord geworfen.

Dass daraus gleich ein Mandatsverzicht

erfolgt, ist jedoch reichlich übertrieben.

geschrieben: 09.03.2014 13:13 Main-Echo-online
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Abgründe des Vogelschreis

Im Frühling tönt der Vogelschrei

Im Magen wird verdaut der Brei

Und ist der Brei dann viel zu sauer

Dann liegt der Durchfall auf der Lauer

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Die Natur

Es fließt der Rhein bei Bingen

Wer tat ihn dazu zwingen

Es war schlicht die Natur

Sie tat’s aus Freude pur

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Wenig Lust wo Sinn

Der Lehrer lehrt mit wenig Lust

Vor ihm liegt trüb des Herbstes Frust

Er langt sich heftig ans Furunkel*

und pfeift ein Lied von Art Garfunkel

The sounds of silence fällt ihm ein

Es wird ihm bang es macht ihm Pein

Dass alles Sein vergänglich ist

Ist Leben schlicht nicht einfach Mist

Hecht Ernst im dunklen Wasser döst

Wo ist der Karpfen der erlöst

Des Magens arges Grummen

Gibt es denn keinen Dummen

Wo ist die unbedarfte Schleie

Die nicht erkennt dass viele Haie

Sich tummeln auf des Flusses Grund

Die sind für Schleien nicht gesund

*Es ist ja wirklich reichlich dunkel

Veröffentlicht 2. November 2010 von schauerchristian in Schwer verständlich