Jüdischer Viehhandel in Mittelfranken, im Kahlgrund und Aschaffenburg

Die Familie Rothschild (Hörstein und Aschaffenburg) – am 16. März 2019 durch Stolpersteine in Aschaffenburg gewürdigt.

Auch in Alzenau war das Thema Stolpersteine schon einmal auf der Tagesordnung. Einen Antrag, in Alzenau Stolpersteine zu verlegen, stellte Ende 2008 die Deutsch-Ausländische Gesellschaft Alzenau. Im März 2010 beschloss der Stadtrat, mit einer Gedenktafel an zentraler Stelle an die früheren jüdischen Einwohner Alzenaus zu erinnern.

Jetzt wurden doch fünf ehemalige Hörsteiner, die nach dem Ersten Weltkrieg nach Aschaffenburg gezogen waren, dort mit Stolpersteinen geehrt.

In der Elisenstraße 16 in Aschaffenburg wohnte die Familie Rothschild. Samuel Rothschild, das Familienoberhaupt, stammte ursprünglich aus Hörstein und wurde 1875 geboren. Sein Vater war vermögend. Mit seiner Frau Rosa Rothschild hatte er noch zwei ältere Kinder, Joseph und Minna.

Wie sein Vater war auch Samuel Rothschild Viehhändler. 1919 zog er mit seiner Frau Lina (geb. Forchheimer), geboren 1878, von Hörstein nach Aschaffenburg in die Elisenstraße 16. Dort wohnte er bis 1942. Das Paar hatte vier Kinder.

1902 wurde der einzige Sohn Gustav geboren, der ebenfalls Viehhändler wurde. Bekannt sind Aufenthalte in Frankfurt und in der Heil- und Pflegeanstalt Sayn für Nerven- und Gemütskranke. Sein Krankheitsbild ist exakt nicht bekannt. Sonst wohnte er bei seiner Familie. 1931 geriet er wegen seiner Krankheit unter Vormundschaft. Im März 1941 wurde er in das Ghetto Izbica deportiert. Dort wurde er ermordet. Sein exaktes Sterbedatum ist unbekannt.

Die 1909 in Hörstein geborene Tochter Berta war Arbeiterin. Sie und ihre ebenfalls unverheiratete Schwester Meta, geboren 1904, die in einer Manufaktur arbeitete, lebten mit dem Bruder in der Elisenstraße 16. Sie wurde im April 1942 nach Würzburg gebracht. Auch sie landete im Ghetto Izbica, in dem sie 1942 umgebracht wurde.

Berta lebte 1939 kurzfristig in Frankfurt. Im April 1942 wurde Berta von Würzburg aus in das Zwischenlager Krasniczyn in Polen deportiert. In diesem Jahr wurde sie im Raum Lubmin ermordet.

Die 1906 geborene Tochter Selma heiratete mit 27 Jahren Willi Kanthal, wohnhaft in Goldbacher Straße 23. Beide wurden ebenfalls im April 1942 in das Zwischenlager Krasniczyn gebracht und ebenfalls im Raum Lubmin ermordet. Aus dieser Ehe ging 1934 die Tochter Berta Inge hervor.

Lina und Samuel lebten bis 1942 in der Elisenstraße 16. Im 1942 wurde das Paar nach Würzburg, dann nach Theresienstadt deportiert und dort 1944 ermordet.

Stolpersteine AB 1 (5)

Stolpersteine der Rothschilds vor der Elisenstraße 16 Aschaffenburg

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Jüdischer Viehhandel in Mittelfranken und im Kahlgrund

Markt Berolzheim liegt im südlichen Landkreis Gunzenhausen und hatte 1933 1.025 Einwohner-91,2 Prozent protestantisch, 6,3 Prozent jüdisch und 2,5 Prozent katholisch. 1938 waren von den ehemals 65 jüdischen Einwohnern noch 24 im Ort, zwei Drittel hatten ihn verlassen. Am Tag der Reichspogromnacht (9. November 1938) kam es ab 22.30 Uhr per Telefon die Anweisung zur Zerstörung von Synagogen und Geschäften. In Markt Berolzheim wurde prompt die Synagoge in Brand gesetzt und zwar von SA-Männern des Ortes. Zuvor war der Kronleuchter der Synagoge entfernt worden und in ein Gasthaus gebracht worden.1 Teppiche und Gebetsbücher wurden zusammen mit dem Gebäude ein Raub der Flammen. Zwei Frauen weilten noch im angrenzenden Wohnhaus – Sofie Schönwalter und ihre Mutter. Sie wurden von SA-Mann Wurmthaler daran gehindert, das Haus zu verlassen. Darauf hatte Frau Schönwalter Anfang 1949 noch in New York hingewiesen.

Die SA hatte noch einen schlimmeren Peiniger vor Ort: Johann Knoll. Er bezeichnete sich selbst als „Judenhasser“. Sein Hass war darauf zurückzuführen, dass er 1931 vom jüdischen Viehhändler Julius Kahn als Knecht entlassen worden war. Während des Novemberpogroms ließ er seinen Hass an dem jüdischen Viehhändler Adolf Bermann aus. Für diesen war er vorher als Viehtreiber tätig gewesen. Das Haus dieses Viehhändlers wurde in dieser Nacht von einem örtlichen SA-Trupp gestürmt, Knoll schlitzte den Geldsack Bermanns auf und verstreute das Geld im ganzen Raum. Es war ein symbolischer Akt, die persönliche Kränkung auszugleichen. Bermann wollte sich aus Angst vor weiteren Gewalttaten das Leben nehmen.

Jüdischer Viehhändler

Judenfeindliche Ortstafel in Oberasbach – etwa 1935 © Stadtarchiv Nürnberg E 39/I Nr. 2257/1

 

Ein Hilferuf der jüdischen Bevölkerung an die örtliche Polizeistation hatte keine Schutzwirkung. Von der Staatsmacht konnten sich die Juden nichts mehr erwarten. Am Tag danach gingen die Ausschreitungen weiter. Dem Viehhändlerehepaar Abraham und Martha Löwensteiner wurde der gesamte Vieh- und Futtermittelbestand entwendet. Ein anderes Viehhändlerehepaar, Emanuel und Berta Engel, verschanzte sich wahrscheinlich im Taubenschlag ihres Hauses. Der SA-Mann Karl Loy war der Auslöser. Nach anderen Aussagen sperrte er sich dort selbst ein. Ein siebzigjähriger Jude und seíne Frau stürzten sich aus dem Fenster des ersten Stockes. Das Ehepaar Stern wurde verletzt lange liegengelassen. Danach kam es in das jüdische Krankenhaus nach Fürth, dort wurde der Frau das Bein amputiert, der Mann starb innerhalb von zwei Wochen an seinen Verletzungen.

Am Abend des 10. November mussten die jüdischen Einwohner zum Bahnhof laufen – unter Beschimpfungen der nichtjüdischen Einwohner- sie kamen in das Amtsgerichtsgefängnis nach Gunzenhausen. Die Männer wurden in das KZ Dachau weiter geleitet, die Frauen mussten in Markt Berolzheim den Brandschutt der zerstörten Synagoge wegräumen und die verwüsteten Wohnungen reinigen.2 Die Versteigerung des jüdischen Gemeindeeigentums geschah unter der Leitung des SA-Manns Karl Loy. Das Geld floss in die Gemeindekasse. Ein Einwohner gab nach dem Krieg kund, wie er von der Versteigerung profitierte: „Bei der Versteigerung von Stoffen, die aus Judenbeständen stammten, habe ich mir eine Hose sowie das Futter zu zwei Pferdekummet für zusammen 10.50 RM ersteigert. Möbel habe ich erworben, ich hatte erst 8 Tage vorher meine Hochzeit.“3 Die Äcker und Wiesen des Viehhändlerehepaares Engel wurden an elf Familien des Ortes verteilt. Ein von der Familie Schönwalter ersteigertes Klavier (50 RM) stand lange nach dem Krieg noch in einer örtlichen Gastwirtschaft.

Burghaslach (Landkreis Neustadt an der Aisch)

Hier ist eine Liedstrophe überliefert, in der es zur Versteigerung jüdischen Eigentums heißt: „ In den letzten 14 Tagen war hier großer Ausverkauf, denn die Juden mussten wandern, boten ihre Schätze an.“4 In einer weiteren Liedstrophe heißt es: „Früh am Morgen, spät am Abend, kroch das ganze Publikum in den Judenhäusern rum, Stühle gab es ohne Beine, jedes Möbel hat ein Loch.“

Gunzenhausen

Hier war Julius Streicher nicht selten. Seine Wochenzeitung der Stürmer, gelegentlich als pornografisch-antisemitsch eingestuft5, wurde schon Mitte der 20er Jahre des 20. Jahrhunderts auf den Viehmärkten Mittelfrankens kostenlos verteilt. Seit 1927 störten örtliche NSDAP – Mitglieder diese Viehmärkte und griffen jüdische Händler an. In Gunzenhausen war die Zeitung im Juni dieses Jahres verteilt worden. Dem Gunzenhäuser Stadtrat gefiel das nicht. Er wollte auswärtige Händler anlocken, die ihr Vieh auf dem Gunzenhäuser Markt anbieten sollten. Durch das Verteilen von Streichers Kampfblatt befürchtete der Stadtrat, dass die jüdischen Händler vergrault wurden. Künftig wurde die Marktordnung so verändert, dass ein Verteilen von Druckschriften auf Vieh- und Schweinemärkten verboten wurde.

Eine ähnliche Situation war in Ansbach anzutreffen. Hier forderte 1929 ein NSDAP-Stadtrat, Juden den Zugang zum Viehmarkt zu verwehren. Der Stadtrat wies den Antrag zurück. Mehr Erfolg hatten die Antisemiten bereits 1927 in Feuchtwangen. Hier nahm der Stadtrat schon keine Rücksicht mehr auf jüdische Feiertage bei der Festlegung der Viehmarkttage. Nach der Machtergreifung wurden seit dem Frühjahr 1933 in Gunzenhausen mehrmals die Fensterscheiben jüdischer Häuser eingeworfen. Auch wurden die Häuserwände mit Farbe beschmiert. In Altenmuhr (6 Kilometer entfernt) wurden antisemitische Sprüche auf Plakaten in jüdische Häuser gehängt. Eine Entfernung wurde nicht gestattet. Der Aprilboykott vom 1. 4.1933 spielte sich in Gunzenhausen folgendermaßen ab. An diesem Tag patrouillierten SA-Posten vor dem Viehhandels – und Gütergeschäft der Brüder Walz. Nach einem Bericht des Rechtsanwaltes der Brüder reagierten die Kunden folgendermaßen: „Mancher der anhänglichsten und alten Kunden leisteten Widerstand, ging doch herein, wurde photographiert und sein Bild öffentlich ausgestellt als ‚Judenknecht’“.6 Die zahlreich aufgestellten Ortstafeln „Zutritt für Juden verboten“ oder „Juden betreten den Ort auf eigene Gefahr“ bedeutete für Salomon Walz aus Gunzenhausen nichts Gutes – gehe man trotzdem in das Dorf hinein, komme es vor, dass man von Fanatikern hinausgejagt werde. Nicht sehr gut erging es der Viehhändlerfamilie Walz nach ihrer Emigration in die USA. Sie mussten sich anfänglich ein Zimmer mit Küchenbenutzung in New York teilen. Salomon Walz war damals Ausläufer (Diener, Austräger) und seine Frau Putzfrau.

Leutershausen

Einen überregional wahrgenommenen Hetzartikel brachte „Der Stürmer“ im Februar 1930 auf seine Titelseite. Autor war Karl Holz (stellvertretender Gauleiter von Nürnberg). In seinem Artikel beschuldigt er sämtliche Händler aus Leutershausen, die Bauern zu betrügen und christliche Frauen zu vergewaltigen. Der jüdische Viehhändler Sigmund Enslein soll die Kriegerwitwe Barbara Sander 1925 mehrmals vergewaltigt haben. Sie sei von ihm schwanger geworden. Illustriert wurde der Artikel mit einer fetten Spinne, die typisch jüdische physiognomische Züge trägt. In ihrem Netz saugt sie einen abgemagerten Bauern aus. Der Artikel ist einen Protobeispiel eines Antisemitismus, der mit sexuellen Stereotypen argumentiert. Noch kapitulierte der Staat nicht vor solchen Machwerken. Karl Holz wurde vom Landgericht Ansbach zu einer Geldstrafe von 600 Reichsmark oder 14 Tagen Gefängnis verurteilt. Der Ruf der Angegriffenen war allerdings ruiniert.

Altenmuhr

Von besonderer Bedeutung für die Situation der jüdischen Bevölkerung war der Fall der ledigen Viehhändlerstochter Karola Thormann im Juli 1938. Sie sollte ihr Familienanwesen an einen nichtjüdischen Dorfbewohner veräußern. Ihr wurde ein Verkaufspreis aufoktroyiert, der achtzig Prozent unter dem ursprünglichen Kaufpreis von 3.000 Reichsmark lag, dem sie im Januar dieses Jahres an ihren Bruder gezahlt hatte. Der Besitzstand war damals nicht mehr in bestem Zustand. Wie ein authentischer Zeuge mitteilte, war es nach 1933 für die jüdischen Einwohner Altenmuhrs nur schwer möglich, für Instandhaltungsarbeiten nichtjüdische Handwerker zu bekommen.7

Beim Novemberpogrom vom 9./10.11.1938 wurden diese Verbliebenen von SA-Mitgliedern aus ihren Häusern geholt und in ein Gebäude neben dem Stadttor gebracht, in dem die jüdische Gemeinde damals ihren Leichenwagen aufbewahrte. Mehrere Stunden wurden sie hier festgehalten, danach nach Gunzenhausen gebracht.8

Insgesamt waren deutlich weniger als die Hälfte aller mittelfränkischen Viehhändler Juden. Jüdische Betriebe dominierten allerdings bestimmte Segmente des Marktes. So verfügten sie besonders in kleineren Landgemeinden und auch in Kleinstädten über eine beherrschende Marktposition. Ein mittelständisches Viehhandelsgeschäft setzte zwischen zwanzig und dreißig Stück Vieh pro Woche um. Von 1930 bis 1932 wurde damit ein jährlicher Reingewinn von 10.000 Reichsmark erzielt. Schlachtvieh wurde auf den großen städtischen Märkten in Nürnberg, München oder Frankfurt am Main abgesetzt. Die Händler verkauften Nutzvieh direkt an die Bauern weiter.

Welchen Lebensstandard konnten sich die jüdischen Viehhändler leisten? Von nichtjüdischen Zeitzeugen wurden die Wohnverhältnisse als gutbürgerlich eingestuft, die Einrichtungsgegenstände waren komfortabler als in einem Bauernhaus. Für den gehobenen Anspruch zeugten Gemälde oder der Besitz von Klavieren – vor allem zur Musikerziehung der Töchter. Polstermöbel, Ledersessel und Teppiche. Ein Bericht aus Altenmuhr über die Familie Mohr besagt: „Das Haus Mohr war vornehm eingerichtet, so erinnere ich mich an ein Eichenherrenzimmer (handgeschnitzt), gute Lederklubsessel und gute Teppiche.“9 In Markt Berolzheim gehörte zur Ausstattung laut Aussage von Viehhändlerfrau Rosa Bermann eine beträchtliche Vorratssammlung an Wein und Likör. Auch religiöse Gegenstände waren in manchen Viehhändlerwohnungen zu finden- Menorot (siebenarmige Leuchter), Chanukkaleuchter oder gar Thorarollen – eine Familie aus Markt Berolzheim besaß eine Thorarolle, die in der Synagoge aufbewahrt wurde.10 Scheunensynagogen waren in Mittelfranken nicht selten. In Schnaittach (heute Landkreis Nürnberger Land) befand sich die Synagoge direkt neben dem Kuhstall.

Mit der Modernisierung der Wohnungseinrichtung repräsentierte man seinen bürgerlich gehobenen Lebensstandard. Der schon genannte Viehhändler Hugo Walz aus Gunzenhausen heiratete 1922 Recha und modernisierte seine Wohnungseinrichtung: „Ein Jahr nach der Modernisierung des Hauses wurde auch eine Reihe von neuen Möbeln in damals modernem Stil gekauft… Die Speisezimmereinrichtung wurde 1922 gekauft und bestand aus Tisch, Büfett, Vertiko, Eckbank, mehreren Sesselstühlen, alles 1929 neu gekauft. In den beiden Schlafzimmern gab es je zwei Betten mit Matratzen und Nachttischen, je einen Wäscheschrank und je einen Toilettentisch mit Sitzgelegenheit. Eine Einrichtung wurde 1922, die andere 1929 gekauft. Alles waren moderne Stilmöbel. Auch die Küchenmöbel waren das modernste, was damals hergestellt wurde. Sie bestanden aus den üblichen Büffets, Küchenschränken u.s.w., 1929 gekauft. Die Einrichtung des Dienstmädchenzimmers mit Bett, Matratze, Wäscheschrank, zweiteiligem Schrank, Spiegel und Nachttisch war 1922 gekauft worden.“11

Wichtig für die Zukunftsfähigkeit eines Betriebes war ein Anschluss an das Bahnnetz. Mittelständische Familienbetriebe hoben sich vom Landjudentum ab, weil die Ehefrauen im Unternehmen nicht mitarbeiten mussten. Die Söhne machten von Anfang an eine umfassende praktische Ausbildung, auf die sich meist eine formale kaufmännische Ausbildung folgte.

Hier wird die Zeit geschildert, als das Verhältnis noch nicht aus dem Ruder lief:“Aus kulturhistorischer Sicht ist zudem bedeutsam, dass die jüdischen Viehhändler zumeist religiös waren und somit gleichsam Träger der alten Strukturen und der Moderne waren. Von der Autorin Stefanie Fischer erfährt man, dass das Beibehalten einer jüdisch-orthodoxen Lebensweise keineswegs in Widerspruch zur Herausbildung einer modernen, mittelständischen Unternehmerkultur stehen musste. Dies ist umso bemerkenswerter, als diese Gruppe trotz massiver antijüdischer Vorurteile als ehrbare Kaufleute das Vertrauen ihrer Kunden gewinnen konnte. Dieses Vertrauen hatte sich traditionell im Miteinanderhandeln aufgebaut und als Schubkraft beim Aufbau von ökonomischem Vertrauen erwiesen.“12

Exkurs: Über ökonomisches Vertrauen berichtet auch Henry Buxbaum (1900 bis 1979), Landarzt in Griesheim (Hessen), der 1938 in die USA ausgewandert ist. In seinen Memoiren heißt es unter anderem: „Die Beziehung zwischen den Bauern und dem jüdischen Händler seines Vertrauens entwickelte sich nicht selten zu einer Freundschaft, die auch in den folgenden Generationen Bestand hatte. In Hessen wurde aus den Geschäftsbeziehungen zu den großen Landeigentümern, den ‚Pächtern‘, wie sie hier genannt wurden, wirkliche Partnerschaften, auch wenn sie im streng juristischen Sinn nicht so genannt wurden. Das Vertrauen dieser großen Landbesitzer in ihre Händler kannte fast kein Grenzen. In ihren Augen konnte so ein Jude nichts Unrechtes tun. Er war ihr Berater, ihr Vertrauter in allen Fragen, vom Geld bis zum Heiraten. Ich meine, er war – auf einer niedrigeren sozialen Stufe-der direkte Nachkomme des ‚Hofjuden‘ vergangener Jahrhunderte, der der spanischen Krone und später den Fürstenhöfen Mittel- und Osteuropas ähnliche Dienste geleistet hatte. Diese Pächter waren die tatsächlichen Nachfolger der adeligen und geistlichen Herren, die vor der napoleonischen Zeit die größten Landeigentümer auf dem Dorf und in der Stadt gewesen sind. Der Besitz des durchschnittlichen Bauern wurde ‚Bauerei‘ genannt, der Besitz der großen Landeigner hieß ‚Hof‘. Die Höfe überragten alle anderen Bauerngüter an Größe und an Bedeutung für das Sozialleben des Dorfes.Die Pächter waren sozusagen eine heimliche Adelskaste. Sie waren groß, reich und unabhängig genug, um mit ihren jüdischen Partnern von gleich zu gleich zu verhandeln. Weil sie von einer Position der wirtschaftlichen Stärke und Überlegenheit ausgehen konnten, verfielen sie nicht leicht Haß und Neid den Juden gegenüber, dem so viele wirtschaftlich weniger gesicherte Bauern erlagen.Aus eben diesen Gründen widerstand diese Gruppe auch ziemlich lange den radikalen Parolen der Nazis und ihren antijüdischen Maßnahmen. Aber trotz der engen und vertrauensvollen Beziehungen zwischen den reichen Bauern und ihren ebenso reichen jüdischen Geschäftspartnern hat es niemals Heiraten zwischen den Angehörigen dieser Gruppen gegeben. Ich weiß jedenfalls von keiner solcher Ehe, und auch meine Mutter hat mir nie von einer berichtet.“13

Der soziale Gegensatz von begüterten Viehhändlern und armen Bauern, der in Mittelfranken später angedeutet ist, spielt hier in Hessen keine Rolle. „Die Rolle der jüdischen Viehhändler besaß für die ländliche Ökonomie eine wichtige Bedeutung, da sie auch weniger wohlhabenden Bauern Viehbesitz ermöglichten und diese mit Kleinkrediten versorgten. Land- und Viehjuden hatten eine Funktion, daran änderten die neuen Machtverhältnisse zunächst nichts: ‚Die Juden brauchen wir, weil ich noch heute mein Vieh ohne Juden nicht an den Mann bringen kann. Die christlichen Viehhändler wollen nämlich das Vieh stets unter dem Preis kaufen, was bei den Juden nicht der Fall ist.‘ So hieß es noch in einem Polizeibericht in Heidenheim im Jahre 1934. Aus dieser Aussage hört man nachgerade das verankerte Vertrauen heraus, das den jüdischen Viehhändlern immer noch entgegengebracht wurde.14   

Dass es seit 1933 abwärts ging und mit dem Jahr 1938 desaströs wurde, wurde oben geschildert.

Jüdischer Viehhandel allgemein

Wichtigste Verdienstquelle der Juden in der Frühen Neuzeit war der Viehhandel. Gehandelt wurden Rinder und Pferde. Geschäfte wurden auf Jahrmärkten und Wochenmärkten abgeschlossen und mit Handschlag besiegelt. Später musste der Vertrag schriftlich protokolliert werden. Die jüdischen Händler gewährten ihren Kunden bei der Bezahlung bestimmte Fristen. Zinsen wurden selten genommen. Gelegentlich wurden sogar Juden, die ein hohes Vertrauen genossen, zur Festlegung der Markttermine von Viehmärkten hinzugezogen.15

Im 19. Jahrhundert wurde der Viehhandel eine jüdische Domäne. Mehr als die Hälfte der Viehhändler waren Juden.16

Eine Schätzung für das Jahr 1917 geht davon aus, dass in dieser Zeit etwa 60 Prozent der Viehhandelsgeschäfte im Deutschen Reich von Juden betrieben wurden.17 Andere Experten vermuten den Anteil der Juden am Viehhandel im Deutschen Reich vor 1930 bei etwa 20 Prozent. 1936 waren es nach einer Quelle noch 14 Prozent.

Gekleidet waren die jüdischen Viehhändler nicht gerade bäuerlich. Üblich waren dunkle Anzugshosen und ein beiger Mantel. Auffälliges Kleidungsstück war häufig ein breitkrempiger Herrenhut. Ein weißes Hemd mit Krawatte kontrastierte mit dem nicht gerade erhabenen Geruch, der beim Viehhandel nicht selten anzutreffen war. Die Kleidung war also gut bürgerlich.18 Ein Stock gehörte zudem zur Grundausstattung. Überwiegend war seine Funktion wohl repräsentativ.Im schon erwähnten Burghaslach gab es Spottlied über den ortsansässigen Viehhändler, in dem es unter anderem hieß: „Wenn er sei Stöckle schwingt.“19 In dem Lied kommt auch der soziale Gegensatz zum Ausdruck: hier der Stock schwingende Gutsituierte, dort der arme Landmann.

Im Mittelalter gab es den Beruf des jüdischen Viehhändlers selten. Erwähnt ist dieser Beruf in Basel im Jahre 1383 16 Jahre vor der Vertreibung der Juden aus dieser Stadt. Wahrscheinlich war aber den Juden diese Art der Betätigung in dieser Zeit nicht ganz fremd. Im Geschäftsverkehr mit Adeligen wurde Vieh in Zahlung gegeben. Jüdische Metzger kauften Schlachtvieh für die Herstellung von koscherem Fleisch.20

Jüdischer Viehhandel im Kahlgrund

Einen nicht ganz so guten Ruf im Viehhandel wie in den geschilderten Gegenden Mittelfrankens hatten die Juden im Raum Schöllkrippen. Anfang 1859 wandte sich das Königlich Bayerische Landgericht Schöllkrippen an die Gemeindeverwaltung dieses Ortes mit der Frage, ob die Wiedereinführung von Viehmärkten sinnvoll sei.21 Unterstützung erhielt Schöllkrippen bei der Wiedereinführung von Viehmärkten von einigen Nachbargemeinden. Von zwei Nachbargemeinden waren antisemitische Untertöne zu hören. Huckelheim führte als Grund für die Wiedereinführung von Viehmärkten die „Notwendigkeit einer Konkurrenz zu den Handelsjuden der Umgebung an, bei denen ‚ nicht selten Prellereien und Betrüge vorkommen.’“22 Oberwestern sah den Viehhandel im Kahlgrund „bereits ausschließlich in den Händen solcher Handels- und Schacherjuden“, wie es wörtlich hieß.23 Tatsächlich war der Viehhandel im 19. Jahrhundert eine Domäne der Juden. 1935 stellte sich die Lage so dar, dass in Schöllkrippen und im benachbarten Alzenau von den erwerbstätigen männlichen Juden mehr als 45 Prozent im Viehhandel tätig waren. Antisemitismus konnte dadurch entstehen, dass durch die im Viehhandel übliche Geldleihe bei Geldknappheit und Zahlungsunfähigkeit zu Pfändungen führen konnte, was für die Gepfändeten unerfreulich war.24 Ab März 1859 konnten in Schöllkrippen dann wieder Viehmärkte einmal monatlich bis Oktober abgehalten werden. Ob sie schon 1859 tatsächlich stattfanden, ist nicht klar, nach 1900 gab es sie nicht mehr.25 Und auch heute gibt es sie nicht mehr.

Auch in Schöllkrippen kam es in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 zu Ausschreitungen gegenüber den Juden. Ein jüdischer Viehhändler aus Schöllkrippen war Wilhelm Neumann. Die jüdischen Bürger flohen in der Nacht aus dem Ort und suchten in den darauf folgenden Tagen fast alle an anderen Orten eine Zuflucht. Nur eine Familie blieb weiter in Schöllkrippen – der Viehhändler Wilhelm Neumann (geb. 1885), seine Frau Martha (geb. 1895) und ihr Sohn Heinz (geb. 1926). Aus den Akten der Geheimen Staatspolizei ergibt sich das Bild, das ein NS-Parteimitglied von einem Juden hatte. Hintergrund der Vorgänge war die räuberische Erpressung des Wilhelm Neumann durch Kurt T. (Name geändert), einem in Schöllkrippen wohnhaften SA-Mann. ein Jahr nach der „Reichspogromnacht“. Werner F. war Mitglied der NSDAP (Name geändert):“Ich heiße Werner F. und habe als Zeuge folgende Aussagen zu machen:

Der Jude Neumann ist schon von jeher ein schlechter Bezahler gewesen und hat bei seinem Viehhandel so manchen armen Bauern um Geld und Vieh gebracht. Nachdem Kurt T. schon öfters von armen Bauern angegangen wurde, ihnen zu ihrem Gelde zu verhelfen, ist anzunehmen, dass Kurt T. in dem hier in Betracht kommenden Falle sich für einen Bauern verwendet hat.

Kurt T. ist Angehöriger des SA-Sturms und steht im Range eines SA-Truppführers. Seit dem 1.4.1933 ist er Mitglied der NSDAP. In der Kampfzeit sowie auch nach der Machtübernahme hat sich Kurt T. als ein äußerst zuverlässiger Kämpfer für die Bewegung bewährt.

Da er wegen seiner nationalsozialistischen Einstellung von den in Schöllkrippen wohnenden Juden wiederholt angepöbelt wurde, hegt er gegen alles Jüdische einen bitteren Hass. Es ist als sein Verdienst zu buchen, dass Schöllkrippen, welches etwa zehn jüdische Familien beherbergte, heute vollständig judenfrei ist.26

Exkurs – Politisch motivierter Antisemitismus auf dem Land

Die Gründung des „Bundes der Landwirte“ (BDL) erfolgte 1893. Sie erfolgte als Reaktion der Landwirte auf die Agrarkrise. 1900 hatte der BDL einen „Arierparagrafen“ eingeführt. Nur Christen durften Mitglied sein, damit war der Bund Teil des völkischen Antisemitismus im Kaiserreich! Reichsweit hatte der BDL vor dem Ersten Weltkrieg etwa 330.000 Mitglieder. In Hessen setzte sich die Bewegung von Otto Böckel für judenfreie Viehmärkte ein. Neben dem BDL bildete sie die völkisch antisemitische Bewegung auf dem Lande.27 Der Agrarantisemitismus setzte den Wucher mit jüdischem Vieh- und Güterhandel gleich. Die Ressentiments verarmter Kleinbauern gegenüber aufgestiegenen Landjuden kam darin zum Ausdruck.

Das Verzeichnis der ortsansässigen Juden in Alzenau vom 29. Juli 1935 erfasste elf Juden, die vom Viehhandel lebten:

Freudenthal, Heinrich, geb. 23.5.1903, Alzenau, Beruf Viehhändler

Hamburger, Bernhard, geb. 2.8.1874, Alzenau, Beruf Viehhändler

Hamburger, Ferdinand, geb. 28.1.1874, Alzenau, Beruf Viehhändler

Hamburger, Gustav, geb. 12.3.1870, Alzenau, Beruf Viehhändler

Hamburger, Herz, geb. 7.7.1841, Alzenau, Beruf Viehhändler

Hamburger, Isaak, geb. 11.10.1866, Alzenau, Beruf Viehhändler

Hamburger, Isidor, geb. 5.3.1865, Alzenau, Beruf Viehhändler

Hamburger, Josef, geb. 9.4.1901, Alzenau, Beruf Viehhändler

Oestrich, Bernhard, geb. 12.11.1881, Alzenau, Beruf Vieh-und Schuhhändler

Oestrich, Josef , geb. 8.10.1868, Alzenau, Beruf Viehhändler

Oestrich, Julius, geb. 22.10.1906, Alzenau, Beruf Viehhändler

Der Viehhandel in Alzenau war auch kurz danach noch präsent. Mitte 1937 gab das Bezirksamt bekannt, dass sich der Viehhandel vorwiegend in jüdischer Hand befinde.28 Eine Hausbeschädigung fand am 30.12.1936 insofern statt, als dass einem jüdischen Viehhändler in Alzenau ein Teil seiner halbgläsernen Haustüre zerschlagen wurde.

Ein weiterer Schwerpunkt wirtschaftlicher Betätigung der Juden im Raum Alzenau war die Tabakwarenherstellung. Im September 1935 waren im Bezirksamt Alzenau 20 von 29 Tabakfabriken in jüdischem Besitz.29 Insgesamt waren in diesen Fabriken 2.100 Personen beschäftigt.

Eine antisemitische Maßnahme erließ der Sonderkommissar für die Kreisregierung von Unterfranken Anfang April 1933 – das Verbot der jüdischen Sprache auf Vieh- und Schweinemärkten. Die Handelssprache war ausschließlich Deutsch, Grundlage dafür war die „Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat“.30

1817 wurde in Alzenau ein jüdischer Viehhändler genannt. Bei der Erstellung der Matrikellisten wurden sieben jüdische Familienvorstände genannt, darunter Herz Hamburger (Viehhandel).

Um 1850 war in Alzenau kein Viehhändler anzutreffen, dafür aber einige in Hörstein– aus einem Bericht ergibt sich bezüglich Viehhandel folgendes:

Daniel Rothschild, als Viehhändler ansässig. Der Betrieb dieses Geschäftes bildet seinen Nahrungsstand (2 Söhne, der eine steht als Handelskommissär in auswärtigen Gesellschaften, der andere hat sich als Metzgergeselle in die Fremde begeben).

Kusul Rothschild, Viehhändler (verheiratet, keine Kinder).

Löw Rothschild jung Wittib, als Viehhändler und Krämer ansässig, dieselbe betreibt beide Geschäfte unter vollständiger Sicherung ihrer Subsistenz (alleinstehend mit Knecht und Magd).

Löw Rothschild alt, derselbe ist als Viehhändler ansässig, treibt ausgebreiteten Handel mit bestem Erfolge (3 Kinder, wovon sich der Sohn als gewanderter Schuhmachergesell beim Vater aufhält und wahrscheinlich die Schuhmacherarbeiten für die Familie besorgt).

Die Gesamtzahl der Juden betrug 156, es waren 26 Familien.31

Auch für das 20. Jahrhundert ist der Handel (insbesondere der Viehhandel) und die Brotbäckerei die überwiegende Existenzgrundlage der Juden in Hörstein.

Eine schwere antisemitische Ausschreitung in Hörstein traf den jüdischen Metzger Moritz Löwenthal (geboren 1876) am 28.8.1933. In einem Polizeibericht aus Dettingen zwei Tage später heißt es dazu: „Am 28.August 1933 abends gegen 9 Uhr wurden in Hörstein der verheiratete Metzger Moritz Löwenthal und der ledige 19 Jahre alte Student Siegfried Rothschild und der ledige Kaufmann Arthur Hecht von dort von 6 SS-Leuten aus Aschaffenburg schwer mißhandelt.

Nach den Feststellungen des Herrn Dr. Schlicht von Kahl ist Löwenthal der Unterkiefer zerschmettert, mehrere Zähne sind gelockert, das rechte Auge ist vollständig mit Blut unterlaufen, es sieht dies aus wie ein Blutfleck, ausserdem hat er am Rücken 10-12 blutunterlaufene Striemen. …

Nach den weiteren Feststellungen besteht dringender Verdacht daß der verh. Händler und SS-Mann V. Von Hörstein mit der Sache zusammenhängt, bezw. der Veranlasser des Überfalles ist.

Er hat schon am 23.8.33 in einer Friseurstube in Hörstein gesagt, daß an Kirchweih SS-Leute aus Aschaffenburg kommen und die Juden aus dem Saale werfen würden.“32

 

 

1Stefanie Fischer, Ökonomisches Vertrauen und antisemitische Gewalt- Jüdische Viehhändler in Mitttelfranken von 1919 – 1939, Göttingen 2014, S. 281

2Ebd., S. 285

3Ebd.

4Ebd.. S. 286

5Thomas Medicus (Hrsg.), Verhängnisvoller Wandel. Ansichten aus der Provinz 1933 – 1949: Die Fotosammlung Biella, Hamburg 2016, S. 19

6Stefanie Fischer, a.a.O., S. 215

7Ebd., S. 276 f.

9Stefanie Fischer, a.a.O., S. 55 (Zeugenaussage von Maria Andlinger 1966)

10Ebd. S. 57

11Ebd., S. 58

13Monika Richarz (Hrsg.), Jüdisches Leben in Deutschland – Selbstzeugnisse zur Sozialgeschichte 1918 – 1945, Stuttgart 1982, S.97 f.

16Arbeitskreis Jüdisches Leben in Schöllkrippen (Hrsg.), Stolpersteine zum Gedenken an die Mitglieder der jüdischen Gemeinde in Schöllkrippen, o.O. o.J., S. 10

18Vgl. Stefanie Fischer, a.a.O., S. 102

19Ebd., S.103

20Uri Kaufmann, Zum Viehhandel der Juden in Deutschland und der Schweiz – bisherige Ergebnisse und offene Fragen, in: Uri Kaufmann und Carsten Kohlmann (Hrsg.), Jüdische Viehhändler zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb, Horb-Rexingen 2008, S. 17

21Vgl. Helmut Winter, 1859: Versuch eines Neubeginns der Jahr-und Viehmärkte in Schöllkrippen, in: Unser Kahlgrund 1999- Heimatjahrbuch, S. 164 ff.

22Ebd., S. 165

23Vgl. ebd.

24Vgl., ebd. S. 166

25Vgl. ebd., S. 167

26Wilhelm Neumann – Gestapo Protokolle , S. 3

27Vgl. Martin Ulmer, „Zuerst die Kuh, dann Hab und Gut. Erpreßt der Advokat und Jud.“ Agrarantisemitismus in Württemberg im 19. und 20. Jahrhundert, in: Uri R. Kaufmann und Carsten Kohlmann (Hrsg.), Jüdische Viehhändler zwischen Schwarzwald und Schwäbischer Alb, Horb-Rexingen 2008, S. 135

29Vgl Helmut Winter, Die jüdischen Gemeinden im Bezirk Alzenau, in: Unser Kahlgrund 1984, S. 193

30Vgl. ebd., S 194

31Königliches Landgericht Alzenau „Die Verhältnisse der israelitischen Glaubensgenossen betreffend“ – Vier Fragen an die Gemeinden Alzenau, Hörstein, Schöllkrippen und Wasserlos, in: Walter Scharwies, Toleranz und Zusammenleben, aber auch unverständlicher Haß – Jüdische Kultusgemeinde in Alzenau/Wasserlos und Hörstein, Alzenauer Stadtbuch 2001, S. 263 ff.

32Helmut Winter, Die jüdischen Gemeinden…, a.a.O., S. 194 f.

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